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Tauchmedizin

Tauchmedizin


Die Tauchmedizin beschäftigt sich mit den körperlichen Voraussetzungen eines jeden Menschen in Bezug auf Tauchen, die sehr unterschiedlich sind und sich täglich ändern. Selbst durch das Tauchen nach modernen Tauchtabellen und Computern, die im Allgemeinen als sehr sicher anzusehen sind, ein Tauchunfall nicht mit letzter Sicherheit verhindert werden. Neben technischen Problemen sind die häufigsten Tauchunfälle zurückzuführen auf medizinische Zwischenfälle während dem Tauchen oder menschliches Fehlverhalten unter Wasser. Ob ein Tauchgang zu einer körperlichen Beeinträchtigung geführt hat kann dann nicht immer sofort gesagt werden, da Symptome auch erst Tage nach einem Tauchgang auftreten können. Aufmerksamkeit ist neben dem Auftreten typischer Symptome geboten, wenn sich der Taucher nach dem Tauchgang in besonderem, ungewohnten Maße müde und erschöpft fühlt. Dies gilt vor allem wenn es sich bei dem fraglichen Tauchgang um einen Wiederholungstauchgang, einen Tauchgang mit besonders langer Grundzeit und erreichen der Deko-Pflichtigkeit oder um einen Tauchgang in besonders große Tiefe handelte.


Die Taucherglocke

Unter verschiedenen Methoden atembare Luft in die Tiefe herab nehmen zu können stellte sich die Methode des englischen Astronomen Halley als die erfolgreichste heraus. Er beschwerte im Jahre 1690 ein glockenförmiges, unten offenes Faß mit Gewichten und versenkte es auf den Boden der Themse, wobei er und zwei weitere Männer aus der in der „Taucherglocke“ gefangenen Luft atmen konnten.


Die Caisson-Technik

Durch den ökonomischen Aufschwung in der Mitte des 19. Jahrhunderts wurde der Bedarf nach neuen Verkehrserschließungen in der alten und der neuen Welt enorm hoch. Bald schon setzte sich im Brückenbau eine Technik durch, bei der in einer mit Druckluft gefüllten Glocke, ähnlich der Taucherglocke, am Boden des zu überbrückenden Flusses trockenen Fußes gearbeitet werden konnte. Diese als „Caisson-Technik“ bezeichnete Methode war zuerst von einem französischen Bergbauingenieur in einer überfluteten Kohlengrube angewandt worden, wurde aber schnell großflächig eingesetzt, so auch zum Bau der Westminster Bridge in London oder der Brooklyn Bridge in New York.

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